Jürgen Klauke, Schlachtfelder (Detail), 2009 – 2010. Courtesy of the artist.

Jürgen Klauke
Schlachtfelder

Eröffnung: 27.11.2026, 19 Uhr
Laufzeit: 27.11.2026 – 07.13.2027

Kuratiert von Nadia Ismail

Jürgen Klauke zählt zu den wegweisenden Künstlern, die seit den 1970er-Jahren mit Fotografie, Performance und inszenierten Bildserien die Grenzen von Identität, Körper und Geschlechterrollen radikal hinterfragen. Seine Arbeiten verbinden subtile Ironie mit existenziellen Fragen nach Normierung, Begehren und gesellschaftlichen Zuschreibungen. Die Ausstellung präsentiert zentrale Werkgruppen neu und zeigt, wie Klauke mit präziser Bildsprache die Konstruktion des Selbst sichtbar macht. Der Titel der Ausstellung beschreibt das monumentale gleichnamige Fototableau Klaukes welches existenzielle Endlichkeit thematisiert.

Jürgen Klauke (1943 in Kliding) zählt zu den prägenden Positionen der konzeptuellen Fotografie, Performance- und Körperkunst in Deutschland. Ab 1964 studierte er an den Kölner Werkschulen, wo er später auch als Lehrbeauftragter für Freie Grafik tätig war. In den 1980er-Jahren unterrichtete Klauke als Gastdozent u. a. an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, der Akademie der Bildenden Künste München und der Gesamthochschule Kassel. Von 1987 bis 1993 war er Professor an der Universität Essen, anschließend bis 2008 an der Kunsthochschule für Medien Köln.
Seit den frühen 1970er-Jahren entwickelt Klauke ein vielschichtiges Werk an der Schnittstelle von Fotografie, Zeichnung, Performance und Installation, das Fragen von Identität, Körper, Geschlecht, Rollenspiel und Selbstinszenierung untersucht. Seine erste Einzelausstellung fand 1973 in der Galerie Kochs in Köln statt. Es folgten zahlreiche institutionelle Einzelausstellungen und Retrospektiven, u. a. im Kunstmuseum Düsseldorf, in der Neuen Nationalgalerie Berlin, im Museum Ludwig Köln, in der Hamburger Kunsthalle, im ZKM Karlsruhe und im Museum der Moderne Salzburg.
Klauke war auf der documenta 6 (1977) und documenta 8 (1987) vertreten sowie auf der Biennale von Sydney (1979), der Biennale von Venedig (1980) und der Moskau-Biennale (2011). Sein Werk wird bis heute international rezipiert und in aktuellen Überblicks- und Kontextausstellungen immer wieder neu verhandelt.
Klauke lebt und arbeitet in Köln.