
Special Cooperations


© Stadttheater Gießen
(Re)Spacing – ASKANCE
Tanzperformance von und mit Pin-Chen Hsu und Eliana Beltrán Palacio
Mittwoch, 01.04.2026, 19 Uhr, KUNSTHALLE GIESSEN
Eine Kooperation mit dem Stadttheater Gießen
Mitglieder des Tanzensembles des Stadttheater Gießen entwickeln eine Performance in der sie sich auf die vorangehende Ausstellung und die sich stets wandelnden räumlichen Gegebenheiten der Kunsthalle beziehen.
Für ihre Performance lassen sich die taiwanesische Tänzerin Pin-Chen Hsu und die kolumbianische Künstlerin und Drummerin Eliana Beltrán Palacio inspirieren von Roméo Mivekannins Ausstellung „Les gens ne disent presque rien“ und dessen Zitat von Paul Celans Gedicht „Auge der Zeit“. Gemeinsam teilen sie den nun leeren Raum und erforschen unter dem ständig wechselnden Takt des Schlagzeugs das Fortschreiten der Zeit. „askance“ = scheel, schief, quer scheint sie zu vergehen. Mit ihren Bewegungen ruft Pin-Chen Hsu in ihrem Körper Erinnerungen an vormenschliche und transhumane Zustände wach und stellt dabei Mechanismen des Framings und der Hierarchisierung in Frage. Markierungen und Stigmatisierungen von Menschen, die in Mivekannins Arbeiten und ihren historischen Referenzen sichtbar wurden, werden in der Performance mithilfe von Spiegeln reflektiert; das Ausgestelltsein und die Blicke des Publikums werden zurückgeworfen. Während die Gegenwart wie in einem Käfig umgeben bleibt von Traumata der Vergangenheit, fragt die Performance, was ein Blick oder gar ein Weg in die Zukunft bedeuten könnte.
Von und mit Pin-Chen Hsu, Eliana Beltrán Palacio
Kostüme Theresa Kolb, Eliana Beltrán Palacio
Mukenge / Schellhammer
Elima – NoBody
Kuratiert von Dr Nadia Ismail
Im Museum für zeitgenössische Kunst und Multimedia, Kinshasa
Laufzeit: 13.03. – 01.05.2026
Eröffnung: 13.03.2026 // 18:00 Uhr

„Aber ist es möglich, sich ein Kunstwerk ohne Schöpfer:in vorzustellen, ohne ein:e Künstler:in, der/die es geschaffen hat?“ [Valentin-Yves Mudimbe]
Mit Elima – NoBody präsentiert das transnationale Künstler:innen-Duo Christ Mukenge und Lydia Schellhammer eine Ausstellung, die Fragen von Autorschaft, Körperlichkeit und kollektiver Existenz in den Mittelpunkt stellt. Die Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Installation, performativer Praxis und konzeptueller Forschung und entwickeln eine künstlerische Sprache, die sich bewusst von einer individualisierten Urheberschaft entfernt. Die Haltung und Arbeitsweise von Mukenge/Schellhammer ist nachhaltig von der Kunstströmung des „Partagisme“ geprägt, die in Kinshasa in Zentralafrika ihren Ursprung fand:
„Partagisme bezeichnet eine Bewegung radikal kollektiver Praxis in Kinshasa, die 2014 von Künstler:innen gemeinsam mit Studierenden der Académie des Beaux-Arts de Kinshasa begründet wurde. Der Begriff leitet sich vom französischen Verb „partager“ (teilen) ab und wird durch die Hinzufügung der Endung „-isme“ zu einer Theorie kollektiver Urheberschaft.“ [Christ Mukenge]
Partagisme versteht Teilen, kollektive Handlung und das Auflösen hierarchischer Strukturen als ästhetische Strategie. So arbeiten mehrere Personen, nach vorher definierten Absprachen, an einer Arbeit, sodass die singulären Handschriften zunehmend ineinander verschwimmen. Mukenge/Schellhammer gehen noch einen Schritt weiter. Sie verstehen ihre Arbeit zunehmend nicht mehr als das Ergebnis zweier künstlerischer Positionen, sondern als Ausdruck einer eigenständigen Entität: dem DUO. Dieses fungiert als autonomes künstlerisches System, das Entscheidungen, Prozesse und Erscheinungsformen hervorbringt, ohne sich eindeutig auf individuelle Autor:innenschaft zurückführen zu lassen. Auch im Titel der Ausstellung Elima – NoBody wird diese Verschiebung sichtbar: Der Körper wird unwesentlich, entzieht oder transformiert sich kontinuierlich. Stringent verbindet sich die multimediale Herangehensweise des DUOs, in welcher der physische Pinselstrich in eine digitale Welt übergeht, um im nächsten Moment als Objekt im ‚Realraum‘ zu erscheinen, während Präsenz und Abwesenheit zugleich verhandelt werden.
Der Titel Elima – NoBody verweist zugleich auf Wissen, Erinnerung und Entkörperlichung. Die Ausstellung untersucht, wie Identität entsteht, wenn sich das Subjekt auflöst und künstlerische Produktion als relationale, vielstimmige Praxis gedacht wird. Räume, Materialien und narrative Fragmente bilden dabei ein Gefüge, in dem das DUO als handelnde Instanz erscheint, nicht als Summe zweier Künstler:innen, sondern als eigenständige Präsenz.
Mukenge/Schellhammer eröffnen mit Elima – NoBody einen wichtigen Diskurs über Autonomie, kulturelle Identität, Kollektivität und die Möglichkeit einer Kunst jenseits des individuellen Ichs. Die Ausstellung lädt dazu ein, Autorenschaft neu zu denken und Kunst als Prozess gemeinsamer, sich stetig wandelnder Existenz zu erfahren.
„Das ist auch für unsere künstlerische Arbeit sehr wichtig, die sich aus diesem lokalen Kontext entwickelt hat. Im Jahr 2024 haben wir das DUO zu einem von uns unabhängigen Wesen erklärt. Im Laufe unserer langjährigen Zusammenarbeit entstand aus unseren jeweiligen künstlerischen Methoden, Ausdrucksweisen und visuellen Gewohnheiten ein dritter Stil: die Bildsprache des DUOS. Dieses ist zu einem eigenständigen Wesen mit eigenen formalen Besonderheiten und einer eigenen Ästhetik geworden, zu einem zweiköpfigen Monster. Die Entstehung dieses Wesen wollen wir hier präsentieren, indem wir das DUO selbst zu Wort kommen lassen.“ [Mukenge / Schellhammer]
Eine Kooperation des Musée d’Art Contemporain et Multimédia Kinshasa und der Kunsthalle Giessen.
Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institut Kinshasa.
Joel Kenda, Leitung Echangeur
Dr Nadia Ismail, Leitung Kunsthalle Giessen und Kuratorin der Ausstellung
Mwano Studio, Grafik Design
Mohsen Hazrati, 3D Design
Edwige Dro, Übersetzung und Lektorat
Mit Elima – NoBody präsentiert das transnationale Künstler:innen-Duo Christ Mukenge und Lydia Schellhammer eine Ausstellung, die Fragen von Autorschaft, Körperlichkeit und kollektiver Existenz in den Mittelpunkt stellt. Die Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Installation, performativer Praxis und konzeptueller Forschung und entwickeln eine künstlerische Sprache, die sich bewusst von einer individualisierten Urheberschaft entfernt. Die Haltung und Arbeitsweise von Mukenge/Schellhammer ist nachhaltig von der Kunstströmung des „Partagisme“ geprägt, die in Kinshasa in Zentralafrika ihren Ursprung fand:
„Partagisme bezeichnet eine Bewegung radikal kollektiver Praxis in Kinshasa, die 2014 von Künstler:innen gemeinsam mit Studierenden der Académie des Beaux-Arts de Kinshasa begründet wurde. Der Begriff leitet sich vom französischen Verb „partager“ (teilen) ab und wird durch die Hinzufügung der Endung „-isme“ zu einer Theorie kollektiver Urheberschaft.“ [Christ Mukenge]
Partagisme versteht Teilen, kollektive Handlung und das Auflösen hierarchischer Strukturen als ästhetische Strategie. So arbeiten mehrere Personen, nach vorher definierten Absprachen, an einer Arbeit, sodass die singulären Handschriften zunehmend ineinander verschwimmen. Mukenge/Schellhammer gehen noch einen Schritt weiter. Sie verstehen ihre Arbeit zunehmend nicht mehr als das Ergebnis zweier künstlerischer Positionen, sondern als Ausdruck einer eigenständigen Entität: dem DUO. Dieses fungiert als autonomes künstlerisches System, das Entscheidungen, Prozesse und Erscheinungsformen hervorbringt, ohne sich eindeutig auf individuelle Autor:innenschaft zurückführen zu lassen. Auch im Titel der Ausstellung Elima – NoBody wird diese Verschiebung sichtbar: Der Körper wird unwesentlich, entzieht oder transformiert sich kontinuierlich. Stringent verbindet sich die multimediale Herangehensweise des DUOs, in welcher der physische Pinselstrich in eine digitale Welt übergeht, um im nächsten Moment als Objekt im ‚Realraum‘ zu erscheinen, während Präsenz und Abwesenheit zugleich verhandelt werden.
Der Titel Elima – NoBody verweist zugleich auf Wissen, Erinnerung und Entkörperlichung. Die Ausstellung untersucht, wie Identität entsteht, wenn sich das Subjekt auflöst und künstlerische Produktion als relationale, vielstimmige Praxis gedacht wird. Räume, Materialien und narrative Fragmente bilden dabei ein Gefüge, in dem das DUO als handelnde Instanz erscheint, nicht als Summe zweier Künstler:innen, sondern als eigenständige Präsenz.
Mukenge/Schellhammer eröffnen mit Elima – NoBody einen wichtigen Diskurs über Autonomie, kulturelle Identität, Kollektivität und die Möglichkeit einer Kunst jenseits des individuellen Ichs. Die Ausstellung lädt dazu ein, Autorenschaft neu zu denken und Kunst als Prozess gemeinsamer, sich stetig wandelnder Existenz zu erfahren.
„Das ist auch für unsere künstlerische Arbeit sehr wichtig, die sich aus diesem lokalen Kontext entwickelt hat. Im Jahr 2024 haben wir das DUO zu einem von uns unabhängigen Wesen erklärt. Im Laufe unserer langjährigen Zusammenarbeit entstand aus unseren jeweiligen künstlerischen Methoden, Ausdrucksweisen und visuellen Gewohnheiten ein dritter Stil: die Bildsprache des DUOS. Dieses ist zu einem eigenständigen Wesen mit eigenen formalen Besonderheiten und einer eigenen Ästhetik geworden, zu einem zweiköpfigen Monster. Die Entstehung dieses Wesen wollen wir hier präsentieren, indem wir das DUO selbst zu Wort kommen lassen.“ [Mukenge / Schellhammer]
Eine Kooperation des Musée d’Art Contemporain et Multimédia Kinshasa und der Kunsthalle Giessen.
Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institut Kinshasa.
Joel Kenda, Leitung Echangeur
Dr Nadia Ismail, Leitung Kunsthalle Giessen und Kuratorin der Ausstellung
Mwano Studio, Grafik Design
Mohsen Hazrati, 3D Design
Edwige Dro, Übersetzung und Lektorat

Ökologie der Geister
Auftaktveranstaltung Ausstellung Tina Kohlmann: Mystic Muscles
13.02.26, 19 Uhr im Blumen Corso, Johannesstraße 22, 35390 Gießen
Eine Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität

Begrüßung: Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister Stadt Gießen
Einführung: Dr. Nadia Ismail, Leiterin KUNSTHALLE GIESSEN und Prof. Martin Schepers, Professor für Malerei und Zeichnung, Institut für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität
Laufzeit
14.02. – 31.05.2026
Öffnungszeiten:
Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 10 – 15 Uhr u. n. V.
Wir laden Sie herzlich zur Ausstellung Tina Kohlmann. Mystic Muscles ins „Institut für Geisterforschung“, aka Blumen Corso, ein.
In ihrem Œuvre beschäftigt sich die Künstlerin mit Grenzwissenschaften, Mythologie, Anthropologie und Ritualästhetik. Für den ehemaligen Blumen Corso, der zugleich als Festivalzentrum des Projekts fungiert, entwickelt sie eine ortsspezifische Installation aus Masken, Figuren und Artefakten, die auf die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes Bezug nimmt. Mystic Muscles versteht sich als Allegorie jener unsichtbaren Kräfte, die künstlerische Ideen in sinnlich erfahrbare Formen überführen, und verweist zugleich auf die von Kohlmann geschaffenen mythologisch anmutenden Wesen – sogenannte Non-Humans.
Ökologie der Geister ist ein Kooperationsprojekt der Kunsthalle Giessen und des Instituts für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität und setzt sich mit den gesellschaftlichen Umbrüchen auseinander, die aktuell die Verhältnisse destabilisieren und zu tiefen Verunsicherungen führen. Gleichzeitig sucht es konstruktive Ansätze für neue Gestaltungswege: Mit künstlerischen Mitteln werden Orte in Gießen temporär zu offenen Bühnen demokratischen Denkens und Handelns sowie zu Räumen für individuelle Geschichten. ÖdG bringt Kunst in den öffentlichen Raum – zugänglich, partizipativ und überraschend. Es lädt aller Generationen zur Auseinandersetzung mit demokratischen Werten, Nachhaltigkeit und den Geistern der Geschichte und Gegenwart ein. Auch fragt es nach den individuellen Perspektiven der Bürger*inne. Dazu werden signifikante Orte in Gießen künstlerisch bespielt, inklusiv erlebt und vermittelt. So verbindet die Kunst den öffentlichen Stadtraum in Gießen mit den individuellen Geschichten aus der Bevölkerung.
Das eineinhalbjährige Projekt (Februar 2026 bis Sommer 2027) startet mit einer Auftaktveranstaltung am Erinnerungsort Erstaufnahmelager (6. Februar) gefolgt von der Bespielung „Mystic Muscles“ im Festivalzentrum Blumencorso ( Eröffnung 13. Februar) durch die Frankfurter Künstlerin Tina Kohlmann.
Tina Kohlmann (*1977 in Worms, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) ist eine in Deutschland ausgebildete Künstlerin mit internationaler Ausstellungstätigkeit und langjähriger Erfahrung in Residenzprogrammen und institutionellen Kontexten. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main (Diplom in Visueller Kommunikation) und an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Michael Krebber.
Kohlmann erhielt zahlreiche Stipendien, darunter ein Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung (Arctic Circle), ein 6-monatiges New York Stipendium des Künstlerhaus Schloss Balmoral, ein einjähriges Stipendium der Künstlerhilfe Frankfurt sowie das Ottilie Roederstein Stipendium mit ihrem Kollektiv HazMatLab. Sie war Artist in Residence in Grönland, Island, Indien, Ungarn, Norwegen, den USA, Estland, der Schweiz und Finnland, sowie zuletzt bei Serlachius in Mänttä (Finnland, 2026), KH Messen in Ålvik (Norwegen, 2025) und Leveld Kunstnartun (Norwegen, 2024). Ergänzend dazu erhielt sie wiederholt Arbeits-, Material- und Projektstipendien von der Hessischen Kulturstiftung, der Frankfurter Künstlerhilfe, dem Kulturamt Frankfurt und der Stiftung Kunstfonds.
Einführung: Dr. Nadia Ismail, Leiterin KUNSTHALLE GIESSEN und Prof. Martin Schepers, Professor für Malerei und Zeichnung, Institut für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität
Laufzeit
14.02. – 31.05.2026
Öffnungszeiten:
Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 10 – 15 Uhr u. n. V.
Wir laden Sie herzlich zur Ausstellung Tina Kohlmann. Mystic Muscles ins „Institut für Geisterforschung“, aka Blumen Corso, ein.
In ihrem Œuvre beschäftigt sich die Künstlerin mit Grenzwissenschaften, Mythologie, Anthropologie und Ritualästhetik. Für den ehemaligen Blumen Corso, der zugleich als Festivalzentrum des Projekts fungiert, entwickelt sie eine ortsspezifische Installation aus Masken, Figuren und Artefakten, die auf die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes Bezug nimmt. Mystic Muscles versteht sich als Allegorie jener unsichtbaren Kräfte, die künstlerische Ideen in sinnlich erfahrbare Formen überführen, und verweist zugleich auf die von Kohlmann geschaffenen mythologisch anmutenden Wesen – sogenannte Non-Humans.
Ökologie der Geister ist ein Kooperationsprojekt der Kunsthalle Giessen und des Instituts für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität und setzt sich mit den gesellschaftlichen Umbrüchen auseinander, die aktuell die Verhältnisse destabilisieren und zu tiefen Verunsicherungen führen. Gleichzeitig sucht es konstruktive Ansätze für neue Gestaltungswege: Mit künstlerischen Mitteln werden Orte in Gießen temporär zu offenen Bühnen demokratischen Denkens und Handelns sowie zu Räumen für individuelle Geschichten. ÖdG bringt Kunst in den öffentlichen Raum – zugänglich, partizipativ und überraschend. Es lädt aller Generationen zur Auseinandersetzung mit demokratischen Werten, Nachhaltigkeit und den Geistern der Geschichte und Gegenwart ein. Auch fragt es nach den individuellen Perspektiven der Bürger*inne. Dazu werden signifikante Orte in Gießen künstlerisch bespielt, inklusiv erlebt und vermittelt. So verbindet die Kunst den öffentlichen Stadtraum in Gießen mit den individuellen Geschichten aus der Bevölkerung.
Das eineinhalbjährige Projekt (Februar 2026 bis Sommer 2027) startet mit einer Auftaktveranstaltung am Erinnerungsort Erstaufnahmelager (6. Februar) gefolgt von der Bespielung „Mystic Muscles“ im Festivalzentrum Blumencorso ( Eröffnung 13. Februar) durch die Frankfurter Künstlerin Tina Kohlmann.
Tina Kohlmann (*1977 in Worms, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) ist eine in Deutschland ausgebildete Künstlerin mit internationaler Ausstellungstätigkeit und langjähriger Erfahrung in Residenzprogrammen und institutionellen Kontexten. Sie studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main (Diplom in Visueller Kommunikation) und an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Michael Krebber.
Kohlmann erhielt zahlreiche Stipendien, darunter ein Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung (Arctic Circle), ein 6-monatiges New York Stipendium des Künstlerhaus Schloss Balmoral, ein einjähriges Stipendium der Künstlerhilfe Frankfurt sowie das Ottilie Roederstein Stipendium mit ihrem Kollektiv HazMatLab. Sie war Artist in Residence in Grönland, Island, Indien, Ungarn, Norwegen, den USA, Estland, der Schweiz und Finnland, sowie zuletzt bei Serlachius in Mänttä (Finnland, 2026), KH Messen in Ålvik (Norwegen, 2025) und Leveld Kunstnartun (Norwegen, 2024). Ergänzend dazu erhielt sie wiederholt Arbeits-, Material- und Projektstipendien von der Hessischen Kulturstiftung, der Frankfurter Künstlerhilfe, dem Kulturamt Frankfurt und der Stiftung Kunstfonds.

Abb: Tina Kohlmann, Alteration of the Gap, 2020. Courtesy of the artist.

Abb.: Ausstellungsansicht, Sibylle Ruppert in den Wilhelm Hallen, Berlin
Kunsthalle goes Berlin: Anlässlich der Berlin Art Week präsentierte die Kunsthalle Sibylle Ruppert in den Wilhelm Hallen
Samstag, 06.09. – Sonntag 14.09.2025
Eine Kooperation mit den Wilhem Hallen, Berlin
Kuratiert von Dr. Nadia Ismail
Anlässlich der Berlin Art Week 2025 präsentierte die KUNSTHALLE GEISSEN eine umfangreiche Einzelausstellung der Frankfurter Künstlerin Sibylle Ruppert (1942–2011) in den Wilhelm Hallen in Reinickendorf. Die Präsentation fand im Rahmen von HALLEN 06 statt, dem sechsten Kunstfestival dieser Reihe, das mit über 9.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche seine bislang größte Auflage feierte.
Anna Meinecke schrieb dazu in der taz-Tageszeitung:
„So bespielt die Kunsthalle Giessen einen Raum mit grotesk-erotischen Bildwelten von Sibylle Ruppert, einer Freundin von HR Giger. Direktorin Nadia Ismail erhofft sich davon Synergieeffekte für die Künstlerin und die Institution.
„Ruppert war ihrer Zeit voraus, und in einer Männerdominierten Kunstwelt wurden ihre meisterhaften Zeichnungen mit mitunter gewaltpornografischen Inhalten nicht gewürdigt“, sagt sie. „Ich hoffe, dass sie postum zu ihrem wohlverdienten Erfolg kommt.“ Die Präsenz in den Wilhelm Hallen soll dazu beitragen.“



Abb: Aisling O’Carroll, The Temple of Science, Installation view, 2024. Foto: Moritz Bernoully
INSIDE OUT #4
Aisling O’Carroll: The Temple of Science
04.11.- 10.11.24
Eröffnung: Montag, 04.11.24, 18 Uhr
Ausstellung im Schaufenster der Kunsthalle und online hier
In Kooperation mit dem Panel on Planetary Thinking der Justus-Liebig-Universität Giessen
Kuratiert von Theresa Deichert
The Temple of Science untersucht die verflochtenen geologischen, glaziologischen und menschlichen Geschichten des Unteraargletschers in den Berner Alpen durch eine Rekonstruktion des Hôtel des Neuchâtelois. Das Hôtel des Neuchâtelois war eine improvisierte Berghütte, die von einer Gruppe von Glaziologen während ihrer Sommerexpeditionen in den Jahren 1840 und 1841 bewohnt wurde. Die Hütte wurde unter dem Schutz eines riesigen Blocks aus Glimmerschiefer auf der Mittelmoräne des Unteraargletschers errichtet. Als der Felsblock im Winter 1842 zerbrach wurde die Berghütte zerstört. Ihre kurze Existenz markiert einen Moment, in dem geologische, glaziologische und menschliche Zeitskalen im Tal zusammentrafen. Seither wurde das Hôtel in westlichen wissenschaftlichen und alpinen Erzählungen als „Tempel der Wissenschaft“ romantisiert.
Mit Beweismaterialien aus Feldforschung und Archiven bietet diese Rekonstruktion der Hütte im Maßstab 1:5 einen alternativen „Tempel der Wissenschaft“ für die heutige Zeit. Anstelle der ursprünglichen Trockensteinmauer reflektiert die spiegelnde Fassade des Kunsthallenfensters dieser Version unterschiedliche Perspektiven und lädt Menschen wie Nicht-Menschen zu neuen Sichtweisen ein. Damit zielt die Installation darauf ab, zu hinterfragen, wessen Wissen im Tempel der Wissenschaft wertgeschätzt wird. Mit ihrer Rekonstruktion ermutigt sie dazu, neue Wege des Verständnisses langfristiger planetarer Veränderungen zu erkunden und leitet uns an, vorherrschende Modelle des Umweltwissens neu zu überdenken.
Aisling O‘Carroll ist Designerin, Forscherin und Landschaftsarchitektin. Sie rekonstruiert Landschaftsgeschichten anhand von Archivmaterial wie Zeichnungen, Fotografien, Berichten, Bodenproben und botanischen Funden. Sie ist Dozentin an der Bartlett School of Architecture, UCL, wo sie ihre Promotion in Architekturdesign abschließt.
Begleitprogramm
Opening + Meet & Greet
mit Aisling O’Carrol und Charlotte Wrigley
Montag, 04.11.2024, 18:00
Kunsthalle Giessen
Film & Artist Talk (auf Englisch):
Dienstag, 05.11.2024, 18:30
Last Things (Deborah Stratman, 2023)
Gespräch mit Aisling O‘Carroll & Lukáš Likavčan
Kinocenter Giessen, Bahnhofstrasse 34, 35390 Giessen
Die Einladung hier
Mit Beweismaterialien aus Feldforschung und Archiven bietet diese Rekonstruktion der Hütte im Maßstab 1:5 einen alternativen „Tempel der Wissenschaft“ für die heutige Zeit. Anstelle der ursprünglichen Trockensteinmauer reflektiert die spiegelnde Fassade des Kunsthallenfensters dieser Version unterschiedliche Perspektiven und lädt Menschen wie Nicht-Menschen zu neuen Sichtweisen ein. Damit zielt die Installation darauf ab, zu hinterfragen, wessen Wissen im Tempel der Wissenschaft wertgeschätzt wird. Mit ihrer Rekonstruktion ermutigt sie dazu, neue Wege des Verständnisses langfristiger planetarer Veränderungen zu erkunden und leitet uns an, vorherrschende Modelle des Umweltwissens neu zu überdenken.
Aisling O‘Carroll ist Designerin, Forscherin und Landschaftsarchitektin. Sie rekonstruiert Landschaftsgeschichten anhand von Archivmaterial wie Zeichnungen, Fotografien, Berichten, Bodenproben und botanischen Funden. Sie ist Dozentin an der Bartlett School of Architecture, UCL, wo sie ihre Promotion in Architekturdesign abschließt.
Begleitprogramm
Opening + Meet & Greet
mit Aisling O’Carrol und Charlotte Wrigley
Montag, 04.11.2024, 18:00
Kunsthalle Giessen
Film & Artist Talk (auf Englisch):
Dienstag, 05.11.2024, 18:30
Last Things (Deborah Stratman, 2023)
Gespräch mit Aisling O‘Carroll & Lukáš Likavčan
Kinocenter Giessen, Bahnhofstrasse 34, 35390 Giessen
Die Einladung hier

Abb: Vincent Haiges, Die Leiche eines toten russischen Soldaten im Auto eines Suchtrupps. Die eingesammelten Leichen werden in das örtliche Leichenschauhaus gebracht. Ukrainische Offiziere schätzen, dass etwa 100 russische Soldaten bei dem Angriff ums Leben kamen. Voznesenk, 15.03.2022. Foto: Courtesy Vincent Haiges.
Dialogpanel
Darstellungen exzessiver Gewalt – zwischen Verstörung und Attraktion
In Kooperation mit TraCe Forschungszentrum Transformations of Political Violence
Mittwoch, 30.10.24, 18 Uhr
Vor Ort sowie per Livestream: https://www.youtube.com/@TraCe_Violence/
Wie wirken Bilder von Gewalt auf uns? Wann werden sie zu voyeuristischen Schaustücken und wann zu notwendigen Dokumenten? Das öffentliche Dialogpanel beleuchtet Darstellungen exzessiver Gewalt in Berichterstattung, Kunst und sozialen Medien und verbindet Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. Dazu wollen wir Perspektiven aus dem Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe) sowie aus Journalismus, Kriegsfotografie und Ausstellungspraxis zusammenbringen, um über die bildliche Darstellung exzessiver Gewalt in verschiedenen medialen Kontexten und vor allem über die Grenzen des Zeigbaren diskutieren. Das Dialogpanel wird durch einen professionellen Livestream auch auf YouTube zu verfolgen sein.
Begrüßung: Nadia Ismail (Leiterin der Kunsthalle Giessen)
& Katharina Lorenz (Präsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen)
Podium: Larissa-Diana Fuhrmann (TraCe), Vincent Haiges (Kriegsfotograf), Claudia Hattendorff (Kunsthistorikerin) & Cornelia Wegerhoff (Journalistin). Moderation: Tina Cramer
Die Veranstaltung findet in Deutscher Sprache statt.
Der Eintritt ist frei.
Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Das Panel bildet den Auftakt der zweitägigen, wissenschaftlichen Jahreskonferenz 2024 von TraCe, die mit 13 Kurzvorträgen und drei Keynotes einen weiten konzeptionellen Bogen spannt: von internationaler exzessiver Gewalt und rechtlichen Rahmenbedingungen in Geschichte und Gegenwart über Bürgerkriege und innerstaatliche Gewalt bis hin zu Gerechtigkeitsfragen nach der Anwendung exzessiver Gewalt.
Exzessive Gewaltanwendung ist kein neues Phänomen. Jüngste Entwicklungen in der Ausübung politischer Gewalt stellen bestehende Normen und Praktiken zu ihrer Eindämmung aber zunehmend in Frage. Angesichts neuer Kriegsformen, sich verändernder terroristischer Gewalt und einer steigenden Missachtung des humanitären Völkerrechts steht die Menschheit unter Druck. Auch fordern diese Transformationen politischer Gewalt unsere Fähigkeit heraus, die wachsende Anzahl an Konflikten und ihre Intensivierung zu verstehen, zu analysieren, und im besten Fall einzudämmen oder zu lösen. Die Beiträge der TraCe Jahreskonferenz 2024, ausgerichtet von der Justus-Liebig-Universität Gießen, stellen sich der Herausforderung, diese Phänomene soziokulturell, historisch und empirisch zu verstehen und normative Antworten zu finden.
Das Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe) ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund von fünf hessischen Forschungsinstitutionen: dem Peace Research Institute Frankfurt (PRIF), der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Universität Darmstadt. TraCe wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Begrüßung: Nadia Ismail (Leiterin der Kunsthalle Giessen)
& Katharina Lorenz (Präsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen)
Podium: Larissa-Diana Fuhrmann (TraCe), Vincent Haiges (Kriegsfotograf), Claudia Hattendorff (Kunsthistorikerin) & Cornelia Wegerhoff (Journalistin). Moderation: Tina Cramer
Die Veranstaltung findet in Deutscher Sprache statt.
Der Eintritt ist frei.
Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Das Panel bildet den Auftakt der zweitägigen, wissenschaftlichen Jahreskonferenz 2024 von TraCe, die mit 13 Kurzvorträgen und drei Keynotes einen weiten konzeptionellen Bogen spannt: von internationaler exzessiver Gewalt und rechtlichen Rahmenbedingungen in Geschichte und Gegenwart über Bürgerkriege und innerstaatliche Gewalt bis hin zu Gerechtigkeitsfragen nach der Anwendung exzessiver Gewalt.
Exzessive Gewaltanwendung ist kein neues Phänomen. Jüngste Entwicklungen in der Ausübung politischer Gewalt stellen bestehende Normen und Praktiken zu ihrer Eindämmung aber zunehmend in Frage. Angesichts neuer Kriegsformen, sich verändernder terroristischer Gewalt und einer steigenden Missachtung des humanitären Völkerrechts steht die Menschheit unter Druck. Auch fordern diese Transformationen politischer Gewalt unsere Fähigkeit heraus, die wachsende Anzahl an Konflikten und ihre Intensivierung zu verstehen, zu analysieren, und im besten Fall einzudämmen oder zu lösen. Die Beiträge der TraCe Jahreskonferenz 2024, ausgerichtet von der Justus-Liebig-Universität Gießen, stellen sich der Herausforderung, diese Phänomene soziokulturell, historisch und empirisch zu verstehen und normative Antworten zu finden.
Das Forschungszentrum „Transformations of Political Violence“ (TraCe) ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund von fünf hessischen Forschungsinstitutionen: dem Peace Research Institute Frankfurt (PRIF), der Goethe-Universität Frankfurt, der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg und der Technischen Universität Darmstadt. TraCe wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
